DIE TÜCKEN DES VERSTEHENS

Einschränkungen des Hörvermögens beginnen meist schleichend und bleiben dadurch lange unbemerkt. Wir gewöhnen uns an die Schwächung und versuchen durch unbewusste Konzentration die Defizite der Lautdeutung zu kompensieren.

Es sind die Kleinigkeiten, die nicht mehr wahrgenommen werden. Ein Familienmitglied etwa spricht zunehmend undeutlich oder die Türklingel scheint nicht mehr so recht zu funktionieren.

Dass Akzeptieren einer verminderten Hörleistung fällt schwer. Denn das Hören funktioniert gut – nur die Einschränkungen in der Klarheit werden als störend empfunden.

Das ist der Beginn einer Hörschwächung, die in jedem Fall behandelt werden sollte. Je eher – desto besser. Denn unser Gehirn verlernt mit der Zeit die Bedeutung von Tönen und Lauten. Je länger also gewartet wird, umso länger ist der Prozess des Wiedererlernens der akustischen Signale.